Deutscher Gewerkschaftsbund

11.02.2016
Allianz für Weltoffenheit

Allianz für Weltoffenheit: "Sowas gab es noch nie"

Die Allianz für Weltoffenheit sei "wohl eine der größten zivilgesellschaftlichen Allianzen, die wir bislang in Deutschland gesehen haben", erklärte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffman bei der Vorstellung des Bündnisses am 11. Februar in Berlin. Vertreter aller Allianzpartner machten sich dabei gemeinsam für Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat sowie gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt stark.

PK Allianz für Weltoffenheit

Großes Medieninteresse bei der offiziellen Vorstellung der "Allianz für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat - gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt" am 11. Februar 2016 in der DGB-Bundesvorstandsverwaltung in Berlin. Neben dem DGB sind Partner der Allianz: die Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), die Deutsche Bischofskonferenz, der Deutsche Kulturrat e.V., der Deutsche Naturschutzring (Dachverband der deutschen Natur-, Tier- und Umweltschutzorganisationen - DNR), der Deutsche Olympischer Sportbund (DOSB), die Evangelische Kirche in Deutschland, der Koordinationsrat der Muslime (KRM) sowie der Zentralrat der Juden in Deutschland. DGB/Simone M. Neumann

Allianz für Weltoffenheit

Allianz für Weltoffenheit

Dringendes und deutliches politisches Signal

Mit dem gemeinsamen Aufruf "Die Würde des Menschen ist unantastbar" wolle die Allianz ein "dringendes" und "sehr deutliches politisches Signal setzen", sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann am 11. Februar in Berlin bei der Vorstellung der Allianz. "Ja, Deutschland steht vor großen Herausforderungen", sagte Hoffmann mit Blick auf die Flüchtlingssituation. Aber die Allianzpartner seien überzeugt, dass die Zivilgesellschaft in Deutschland diese Herausforderung meistern könne. "Das wird natürlich nicht ohne Anstrengungen gehen, nicht ohne Bedingungen und nicht ohne Regeln. Und es geht auch nicht ohne Investitionen in Bildung, in Infrastruktur und Personal", so Hoffmann.

DGB-Vorsitzender Hoffmann: Klare Haltung gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit

Aber die Allianz habe eine klare politische Haltung gegen diejenigen, die den aktuellen Herausforderungen mit Rassismus, Menschenfeindlichkeit und Hass entgegentreten, so der DGB-Vorsitzende. "Mit unserem Aufruf wenden wir uns gegen Rechtspopulisten und Rechtsextreme, egal unter welchem Deckmantel sie sich aufstellen."

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Statement des DGB-Vorsitzenden Reiner Hoffmann zur Vorstellung der Allianz für Weltoffenheit

Bilder von der Pressekonferenz zur Vorstellung der Allianz am 11. Februar in Berlin

Partner Allianz für Weltoffenheit

DGB/Simone M. Neumann

Altuğ: Polarisierung der Gesellschaft bereitet Sorge

"Die Polarisierung unserer Gesellschaft bereitet uns als Deutschen Muslimen sehr große Sorge", sagte Zerekiya Altuğ vom Koordinationsrat der Muslime anlässlich der Allianz-Vorstellung. "Diese Zwietracht verdeckt zum einen die immense Hilfsbereitschaft und den sehr starken Zusammenhalt unserer Gesellschaft. Auf der anderen Seite verhindert sie, dass wir die Chancen wahrnehmen, die auch die Zuwanderung für unsere Zukunft bietet."

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Statement von Zerekiya Altuğ (Koordinationsrat der Muslime) zur Vorstellung der Allianz für Weltoffenheit

Bedford-Strohm: Verantwortung endet nicht an der eigenen Grenze

"Deutschland ist ein weltoffenes Land, dessen Verantwortungshorizont nicht an den eigenen Grenzen endet", sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm. "Ich bin dem Deutschen Gewerkschaftsbund sehr dankbar, dass er die Initiative zu dieser Allianz ergriffen hat", so der EKD-Ratsvorsitzende weiter. "Ich glaube, wir brauchen ein solches Bündnis genau jetzt." Er erhoffe sich von der Allianz "eine Stärkung unseres sozialen Grundkonsenses in Deutschland" - ein Konsens, "der sich nicht aus Angst, nicht aus Verunsicherung speist, sondern aus dem Geist der Zuversicht".

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Statement des EKD-Ratsvorsitzenden Heinrich Bedford-Strohm zur Vorstellung der Allianz für Weltoffenheit

Dainow: Bekämpfung von Antisemitismus und Rassismus Teil unseres Wertesystems

Der Vize-Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Mark Dainow, sagte: "Wir unterstützen die Ziele der Allianz für Weltoffenheit aus tiefster Überzeugung, denn die jüdische Gemeinschaft setzt sich stets für Werte wie Toleranz, Respekt und den Schutz von Minderheiten ein. Ebenso ist die Bekämpfung von Antisemitismus und Rassismus ein wesentlicher Bestandteil des Wertesystems unserer Gesellschaft. Dieses Wertesystem sollte jeder, der dauerhaft hier lebt, nicht nur akzeptieren, sondern auch fördern."

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Statement von Mark Dainow (Zentralrat der Juden in Deutschland) zur Vorstellung der Allianz für Weltoffenheit

Göhner: Zeichen für Haltung und Werte

"Diese Allianz setzt ein Zeichen für eine Haltung, für Werte und für ein notwendiges gesamtgsellschaftliches Zusammenstehen", sagte der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), Reinhard Göhner. Er betonte außerdem: Die besten Möglichkeiten für Integration gebe es am Arbeitsplatz. Dafür seien aber "noch viele, viele Anstrengungen erforderlich".

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Statement von Reinhard Göhner (BDA) zur Vorstellung der Allianz für Weltoffenheit

Koch: Bedrückende Zunahme fremdenfeindlicher Gewalt

Angesicht der hohen Zahlen geflüchteter Menschen gebe es in Deutschland auch viel "Solidarität und Hilfsbereitschaft", erklärte Heiner Koch, Erzbischof und Mitglied der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz. Das stehe leider "nicht immer im Mittelpunkt der Schlagzeilen". Deutschland erlebe aber auch Überforderung, Verunsicherung und Ratlosigkeit. Sorgen gelte es ernst zu nehmen. Doch der "rauhe Ton" der Debatte werde den berechtigten Anliegen der Schutzsuchenden "in keiner Weise gerecht". Besonders bedrückend sei die Zunahme fremdenfeindlicher Ausschreitungen und Gewalttaten.

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Statement von Heiner Koch (Deutsche Bischofskonferenz) zur Vorstellung der Allianz für Weltoffenheit

Rosenbrock: Es braucht Engagemnet, Empathie und kluge Konzepte

Der Präsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege, Rolf Rosenbrock, sagte: "Aufnahme und Integration der Geflüchteten: Dieser Herausforderung stellt sich die Freie Wohlfahrtspflege, vom ersten Tag an bis heute, mit Engagement und Empathie. Zusammen mit hunderttausenden ehrenamtlich Tätigen, darunter sehr viele Migrantinnen und Migranten. Darin zeigt sich die Kraft des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Mit dieser Kraft und klugen Konzepten kann Inklusion gelingen - zum Wohle aller."

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Statement von Rolf Rosenbrock (BAGFW) zur Vorstellung der Allianz für Weltoffenheit

Fehres: "Sport ist grenzenlos" - und hat integrationspolitische Verantwortung

Karin Fehres, Vorstand Sportentwicklung beim Deutschen Olympischen Sportbund sagte: "Sport ist international, spricht alle Sprachen und ist grenzenlos. So leistet er einen Beitrag zur Völkerverständigung, denn alle spielen nach den gleichen Regeln. Der DOSB bekennt sich zu einem offenen und gastfreundlichen Deutschland und zu seiner integrationspolitischen Verantwortung."

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Statement von DOSB-Vorstand Karin Fehres zur Vorstellung der Allianz für Weltoffenheit

Niebert: Allianz ist ein "Aufstand der Anständigen"

Als Vertreter des Deutschen Naturschutzrings sagte sein Präsident Kai Niebert: "Die im Grundgesetz verankerten Werte und Pflichten gelten für alle: für Schutzsuchende, aber auch für die so genannten besorgten Bürger. Hass und Obergrenzen haben dort keinen Platz. Unsere Allianz von mehr als 50 Millionen Menschen begreift sich als Aufstand der Anständigen für ein nachhaltiges, offenes und tolerantes Deutschland in Europa."

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Statement von DNR-Präsident Kai Nibert zur Vorstellung der Allianz für Weltoffenheit

Zimmermann: Respekt vor anderen und selbstbewusstes Eintreten für eigene kulturelle Werte

Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: "Kulturelle Vielfalt heißt nicht Beliebigkeit, sondern Respekt vor anderen Kulturen und Neugier darauf und zugleich selbstbewusstes Eintreten für eigene kulturelle Traditionen und Werte."

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Statement von Olaf Zimmermann (Deutscher Kulturrat) zur Vorstellung der Allianz für Weltoffenheit

Der Allianz-Aufruf "Die Würde des Menschen ist unantastbar" in mehreren Sprachen


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Allianz für Weltoffenheit
Die Allianz für Weltoffenheit aus zehn großen zivilgesellschaftlichen Verbänden und Religionsgemeinschaften hat mit dem Aufruf "Die Würde des Menschen ist unantastbar" ein gemeinsames Bekenntnis zu Solidarität, Demokratie und Rechtsstaat, gegen Intoleranz, Menschenfeindlichkeit und Gewalt abgelegt. Der Aufruf und Stimmen der Allianzpartner online.
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Aufruf: Die Würde des Menschen ist unantastbar

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An Appeal: Human Dignity shall be Inviolable

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Appel: La dignité de l‘Homme est inaliénable

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نداء كرامة الإنسان أمر لا يجوزالمساس به

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فراخوان کرامت انسانی تخطی ناپذیر است

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پر ټولو غږ انساني کرامت د تعرض وړ نه دی

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اپیل انسانی عظمت لازوال ہے

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