Deutscher Gewerkschaftsbund

27.06.2016
Zum Tod von Götz George

Der Kommissar mit der "Gelben Hand" ist tot

Der Schauspieler Götz George ist im Alter von 77 Jahren verstorben. Mit den deutschen Gewerkschaften verbindet ihn eine besondere Geschichte: seine Unterstützung für den "Gelbe-Hand-Verein", den Verein "Mach meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus".

Götz George als Schimanski mit Logo Gelbe Hand

Der Verein "Mach meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus", auch bekannt auch als "Kumpelverein" oder "Gelbe Hand" ist Teil des gewerkschaftlichen Engagements gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus.

Der Verein geht zurück auf eine Initiative der DGB-Jugend und des DGB-Jugendmagazins "ran" im September 1985. Die Initiative mit dem Gelbe-Hand-Logo und dem Slogan "Mach' meinen Kumpel nicht an!" war ein Riesenerfolg. Die Aktion der jungen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter traf den Nerv der Zeit. Schnell wurde ihr Logo zum bekannten Symbol gegen Ausländerhass – und bekam schnell prominente Unterstützung. Neben Götz George unterstützten auch Udo Lindenberg und der Journalist Günter Wallraff, aber auch der damalige DGB-Chef Ernst Breit sowie der Ex-Bundeskanzler und SPD-Politiker Willy Brandt die Aktion.

Götz George trägt die "Gelbe Hand" im Tatort

1988 trug Götz George in der Tatort-Folge "Gebrochene Blüten" in seiner Rolle als Kommissar Horst Schimanski einen Button mit dem Gelbe-Hand-Logo am Revers seiner berühmten hellbraunen Jacke. Er hielt im Tatort das Markenzeichen des Kumpelvereins auch einmal in die Kamera. "Mach meinen Kumpel nicht an!", sagte er zu Film-Freund und Assistent Hänschen.

Jetzt ist Götz George im Alter von 77 Jahren verstorben. Für seine Unterstützung der gewerkschaftlichen Arbeit gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus werden wir immer dankbar sein.


LINKS

WDR-Meldung zum Tod von Götz George

Die Geschichte des Gelbe-Hand-Vereins

Die Tatort-Folge "Gebrochene Blüten" bei Youtube


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