Der DGB Rhein-Berg trauert um Walborg Schröder
Ein Leben für Frieden, Völkerverständigung und Antifaschismus
Mit großer Trauer nimmt der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) Rhein-Berg Abschied von Walborg Schröder, die am 27. Juni 2026 im Alter von 93 Jahren verstorben ist. Mit ihr verliert Bergisch Gladbach eine überzeugte Gewerkschafterin, engagierte Antifaschistin und leidenschaftliche Kämpferin für Frieden, soziale Gerechtigkeit und Frauenrechte.
Die Erfahrungen der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft prägten Walborg Schröders Leben und ihre politische Haltung. „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg! Für Völkerverständigung!“ – diese Überzeugung war für sie kein bloßer Leitsatz, sondern Grundlage ihres jahrzehntelangen gesellschaftlichen Engagements.
Walborg Schröder war Gewerkschafterin bei ver.di und beim DGB Rhein-Berg, Mitglied der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) und über viele Jahrzehnte in der Frauenbewegung sowie bei den FINTE-Frauen aktiv. Besonders eng verbunden war sie mit der Erinnerungsarbeit in Bergisch Gladbach. Seit Beginn der 1990er-Jahre prägte sie die jährliche Mahnwache am ehemaligen Stellawerk. Gemeinsam mit dem DGB Rhein-Berg und der VVN-BdA erinnerte sie dort an die Opfer des Nationalsozialismus und setzte sich entschieden gegen Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus ein.
Für ihr außergewöhnliches gesellschaftliches Engagement wurde Walborg Schröder mit der Goldenen Ehrennadel der Stadt Bergisch Gladbach ausgezeichnet. Sie hat damit nicht nur die Erinnerungsarbeit, sondern auch die politische Kultur der Stadt über Jahrzehnte mitgeprägt.
Walborg Schröder hat sich eingemischt, widersprochen und Haltung gezeigt – auch dann, wenn es unbequem war. Ihre Stimme wird uns fehlen. Ihr Mut, ihre Klarheit und ihre Menschlichkeit werden bleiben.
Der DGB Rhein-Berg wird Walborg Schröder in großer Dankbarkeit und Verbundenheit in Erinnerung behalten. Ihr Einsatz für Frieden, soziale Gerechtigkeit und eine Gesellschaft ohne Faschismus bleibt Auftrag und Verpflichtung.
Wir werden Walborg Schröder ein ehrendes Andenken bewahren.