Ost-West-Ungleichheit beim Vermögen: DGB fordert Strukturpolitik und faire Steuern

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Dachzeile Stefan Körzell, stellvertretender DGB-Vorsitzender

Neue Destatis-Zahlen zeigen deutliche Ost-West-Unterschiede bei steuerlich berücksichtigten Erbschaften und Schenkungen: Im Jahr 2025 entfielen 95 Prozent ihres Gesamtwerts auf die westlichen Bundesländer. Dazu ein Statement von Stefan Körzell, stellvertretender DGB-Vorsitzender: 

“Die Zahlen machen deutlich: Die ungerechte Vermögensverteilung ist auch ein Ost-West-Problem. Dass sich die Erbschaften so stark auf den die alten Bundesländer konzentrieren, zeigt, dass sich das Privatvermögen insgesamt vor allem im Westen anhäuft.

36 Jahre nach der Deutschen Einheit ist es höchste Zeit, dieses Problem grundsätzlich anzugehen. Zum einen braucht es eine starke Strukturpolitik für Ostdeutschland, die Wertschöpfung und Beschäftigung nachhaltig stärkt und den Aufbau von Vermögen ermöglicht. Zum anderen darf die steuerliche Privilegierung großer Vermögen nicht länger dazu beitragen, dass sich die Ungleichheit weiter verschärft: Deutschland hat im internationalen Vergleich eine hohe Vermögensungleichheit und einen geringen Anteil an vermögensbezogenen Steuern.

Die seit 1997 nicht mehr erhobene Vermögensteuer sollte deshalb schnellstmöglich wieder erhoben werden, die Ausnahmen für reiche Unternehmenserben sollten abgeschafft werden. Außerdem sollten sich wirklich Megareiche mit einer einmaligen Vermögensabgabe an den aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen angemessen beteiligen.”

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