Dritte Tarifrunde im Gebäudereiniger-Handwerk endet ohne Ergebnis

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Die dritte Tarifverhandlungsrunde im Gebäudereiniger-Handwerk ist am Dienstagabend, 3. November, ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Die Arbeitgeber haben erneut ein Angebot im Cent-Bereich vorgelegt.

Arbeitgeber bieten kaum Plus

Nach dem neuen Angebot soll es in den ersten vier Monaten des kommenden Jahres keine Entgelterhöhung geben. Am 1. Mai 2027 steigen die Löhne der untersten Lohngruppe I um zwei Prozent, von 15 auf 15,30 Euro. Am 1. Januar 2028 folgt eine weitere Erhöhung um 1,83 Prozent, also 28 Cent.

IG BAU fordert zwei Euro mehr

Die Gewerkschaft verlangt zwei Euro mehr pro Stunde für alle Lohngruppen bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Damit würde der Branchenmindestlohn von derzeit 15 auf 17 Euro steigen. Zeynep Bicici, Verhandlungsführerin der IG BAU, sagt, das Angebot sei absolut nicht akzeptabel. Die Beschäftigten bräuchten deutlich mehr Geld, um über die Runden zu kommen.

Beschäftigte sind streikbereit

Rund 500 Protestierende aus ganz Deutschland begleiteten die Verhandlungen und skandierten „Zwei Euro mehr“. Bicici warnt, die Stimmung unter den Beschäftigten brodle. Die Arbeitgeber dürften mit der Antwort der Gewerkschaft auf das erneute Angebot nicht zufrieden sein. Die Friedenspflicht endet am 31. Dezember dieses Jahres.

Große Branche mit vielen Niedriglöhnern

Das Gebäudereiniger-Handwerk erwirtschaftet knapp 30 Milliarden Euro Jahresumsatz und beschäftigt rund 700.000 Menschen. Etwa 500.000 von ihnen erhalten lediglich den Branchenmindestlohn.

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