Dritte Tarifrunde Metall und Elektro 2026 hat begonnen
Die dritte Verhandlungsrunde ist gestartet, die erste Verhandlung in Baden-Württemberg endete ohne Bewegung. Die Arbeitgeber bieten eine Erhöhung der Monatsentgelte um 1,3 Prozent ab Juli 2028. Bei einer Laufzeit von 26 Monaten entspricht das im Schnitt nur 0,6 Prozent pro Jahr, bei einer Inflation von bis zu 3 Prozent. Eine Einmalzahlung von 555 bis rund 800 Euro soll es im Juli 2027 nur in Betrieben geben, die gut laufen.
IG Metall schlägt Lösung vor
Die IG Metall hat einen Lösungsvorschlag vorgelegt. Er sieht zeitlich befristete tarifliche Regelungen vor, verbunden mit Investitionen in Zukunftsprodukte sowie verbindlichen Zusagen für Standorte, Arbeitsplätze und Ausbildung. Die Gewerkschaft fordert 5 Prozent mehr Geld bei zwölf Monaten Laufzeit. Das Angebot der Arbeitgeber bezeichnet sie als Enttäuschung und nicht verhandelbar.
Warnstreiks breiten sich aus
Seit dem Ende der Friedenspflicht am 1. November haben sich nach Angaben der IG Metall rund 280.000 Beschäftigte in 2.000 Betrieben an Warnstreiks beteiligt. Ein Schwerpunkt lag am Mittwoch in Bayern, unter anderem an mehreren BMW-Standorten. In Regensburg demonstrierten 3.400 Auszubildende.
Verhandlungen in den Regionen
Die Verhandlungen für rund 3,7 Millionen Beschäftigte führen die IG Metall-Bezirke dezentral in 15 Tarifgebieten. Am 6. November folgen Verhandlungen in Berlin-Brandenburg, an der Küste, in der Mittelgruppe und in Niedersachsen. Am 9. November stehen unter anderem Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen auf dem Plan.