Erneuter Warnstreik an der Charité am 29. Oktober
Streit um den Entlastungstarifvertrag
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ruft die Beschäftigten der Charité am Donnerstag, 29. Oktober, erneut zum Warnstreik auf. Der Vorstand will den Entlastungstarifvertrag trotz einzelner Fortschritte weiterhin deutlich verschlechtern. Vorgesehen sind eine Kürzung des Belastungsausgleichs und eine Aufweichung der Besetzung mit Pflegepersonal bei Operationen. ver.di warnt, dass Unterbesetzung dadurch billiger wird und Gesundheit wie Sicherheit der Patientinnen und Patienten gefährdet sind.
Urabstimmung läuft bis 5. November
Seit Juli verhandeln ver.di und die Charité über eine Neuauflage des Tarifvertrags, bereits begleitet von mehr als zehn Warnstreiktagen. Seit Montag, 26. Oktober, stimmen die Mitglieder über einen Erzwingungsstreik ab. Dafür sind mindestens 75 Prozent der abstimmenden Mitglieder nötig.
Kundgebung am Abgeordnetenhaus Berlin
Von 9:00 bis 10:00 Uhr findet auf dem Margot-Friedländer-Platz in Berlin eine Kundgebung statt. Das Abgeordnetenhaus tritt an diesem Tag erstmals in neuer Zusammensetzung zusammen. Die Streikenden erwarten, dass dem Bekenntnis zum Entlastungstarifvertrag im Sondierungspapier verbindliche Zusagen folgen.
Ergebnisse am 6. November
Die Ergebnisse der Urabstimmung werden am 6. November vormittags in einer Pressekonferenz vorgestellt.