IG Metall fordert fünf Prozent mehr für Stahl-Beschäftigte
Die Tarifkommissionen der nordwestdeutschen und ostdeutschen Stahlindustrie empfehlen eine Erhöhung der Löhne und Gehälter um fünf Prozent bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Zudem sollen die Ausbildungsvergütungen an das Niveau der Metall- und Elektroindustrie angeglichen werden. Auch die Tarifverträge zum Einsatz von Werkverträgen und zur Beschäftigungssicherung sollen verlängert werden.
Gewerkschaft verweist auf hohe Belastungen
Die IG Metall begründet ihre Forderung mit den gestiegenen Lebenshaltungskosten. Knut Giesler, Verhandlungsführer für die nordwestdeutsche Stahlindustrie, sagt, die Beschäftigten hätten in den vergangenen Jahren enorme Belastungen getragen. Jan Otto, Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, fordert nach den massiven Preissteigerungen eine deutliche Erhöhung der monatlichen Entgelte.
Arbeitgeber sehen schwierige Lage
Die Arbeitgeber verweisen vor allem auf hohe Energiekosten, die schwache Konjunktur und den internationalen Wettbewerb.
Verhandlungen beginnen im Dezember
Die Tarifverhandlungen starten Mitte Dezember. Die Friedenspflicht endet am 31. Dezember 2026. Mike Böhlken, Betriebsrat und Tarifkommissionsmitglied bei Arcelor Mittal Bremen, warnt davor, die Runde zu unterschätzen. Wer Prozente fordere, müsse auch bereit sein, dafür auf die Straße zu gehen.