Mehr Geld für die Schreib- und Zeichengeräteindustrie in Bayern
Die IG Metall Bayern hat für rund 3.500 Beschäftigte der Branche einen Tarifabschluss erzielt. Mehr als 1.000 Beschäftigte bei Faber-Castell, Schwan-Stabilo und Lyra hatten zuvor mit Warnstreiks Druck gemacht. Die Einigung gelang in der zweiten Verhandlungsrunde.
Einmalzahlung und zwei Erhöhungen
Im Dezember 2026 gibt es eine Einmalzahlung von 300 Euro, für Auszubildende 150 Euro. Ab Juli 2027 steigen die Monatsentgelte um 75 Euro, ab Juli 2028 um weitere 75 Euro. Für Auszubildende beträgt die Erhöhung jeweils 50 Euro. Zusätzlich steigt der Arbeitgeberbeitrag zum Demografie-Fonds von 300 auf 350 Euro pro Beschäftigtem und Jahr.
Niedrige Einkommen und Azubis profitieren besonders
Sascha Wojtkowski, Verhandlungsführer der IG Metall Bayern, sagt, das Ergebnis stärke die Kaufkraft der Beschäftigten in herausfordernden Zeiten. Überproportional profitieren laut Wojtkowski Beschäftigte mit niedrigen Einkommen, die besonders unter den gestiegenen Preisen leiden. Auch die Auszubildenden würden deutlich entlastet, zugleich werde die Ausbildung attraktiver.
Festbetrag statt Verschlechterungen
Manuel Menger, Betriebsrat bei Faber-Castell und Mitglied der Tarifkommission, sagt, die Arbeitgeber hätten den Beschäftigten am liebsten nichts gegeben. Durchgesetzt wurden ein Festbetrag, keine längeren Arbeitszeiten und keine Eingriffe in den Tarifvertrag. Der Warnstreik habe dabei den nötigen Druck erzeugt.