Metall- und Elektroindustrie: Tarifauftakt ohne Angebot der Arbeitgeber
Die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie sind gestern, 7. Oktober, in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen ohne Ergebnis gestartet. Die Arbeitgeber legten kein Angebot vor.
Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem sollen Arbeitsplätze und Standorte gesichert werden. In wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmen fordert die Gewerkschaft eine tarifliche Gewinnbeteiligung. Beschäftigte mit niedrigen Einkommen und Auszubildende sollen zusätzlich profitieren.
IG Metall fordert Lösungen für Beschäftigte und Standorte
Die IG Metall kritisiert das fehlende Angebot als enttäuschend. Die Preise seien gestiegen, während die Lohnkosten nur 16,9 Prozent des Umsatzes ausmachten. Zudem verbessere sich die wirtschaftliche Lage laut Prognosen wieder.
3500 Beschäftigte demonstrieren in Ludwigsburg
Vor der Verhandlung in Baden-Württemberg demonstrierten rund 3.500 Beschäftigte in Ludwigsburg. Sie forderten höhere Einkommen sowie sichere Arbeitsplätze und Investitionen in die Zukunft der Industrie.
Verhandlungen werden fortgesetzt
Die erste Verhandlungsrunde wird heute, 8. Oktober 2026, in weiteren Tarifgebieten fortgesetzt. Am Freitag folgen Gespräche in der Mittelgruppe mit Saarland, Rheinland-Pfalz und Hessen. In der kommenden Woche verhandelt die IG Metall unter anderem in Thüringen, Berlin-Brandenburg und Sachsen.
Die Verhandlungen betreffen mehr als 3,7 Millionen Beschäftigte. Die Friedenspflicht endet am 31. Oktober 2026. Begleitend zu den Verhandlungen sind weitere Demonstrationen geplant.