Metall- und Elektroindustrie: Tarifverhandlungen ohne Angebot der Arbeitgeber
Die Tarifverhandlungen für die Metall- und Elektroindustrie sind am 7. Oktober in Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen gestartet. Die Arbeitgeber legten bislang kein Angebot vor. Die IG Metall fordert fünf Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Außerdem sollen Arbeitsplätze und Standorte gesichert werden. In gut laufenden Unternehmen fordert die Gewerkschaft eine tarifliche Gewinnbeteiligung. Beschäftigte mit niedrigen Einkommen und Auszubildende sollen zusätzlich profitieren.
IG Metall kritisiert fehlendes Angebot
Die IG Metall nennt das Ausbleiben eines Angebots enttäuschend. Die Lohnkosten machen bundesweit im Schnitt nur 16,9 Prozent des Umsatzes aus. Zudem haben die Wirtschaftsinstitute ihre Prognosen zuletzt deutlich nach oben korrigiert.
Tausende demonstrieren
Vor den Verhandlungen demonstrierten 3.500 Beschäftigte in Ludwigsburg, 3.700 in München und 600 in Frankfurt. In Erfurt beteiligten sich rund 200, in Berlin mehr als 100 Beschäftigte an Aktionen. Auch für die weiteren Termine sind Demonstrationen mit tausenden Teilnehmern geplant.
Verhandlungen werden fortgesetzt
Die Verhandlungen werden dezentral in 15 Tarifgebieten für rund 3,7 Millionen Beschäftigte geführt. Am 12. Oktober fanden die ersten Verhandlungen in Thüringen und Berlin-Brandenburg statt. Am 14. Oktober beginnt die erste Verhandlungsrunde in Sachsen in Chemnitz. Am 27. Oktober startet die zweite Verhandlungsrunde. Die Friedenspflicht endet am 31. Oktober 2026. Ab dem 1. November sind Warnstreiks möglich.