Tarifrunde Seehäfen: Beschäftigte lehnen Angebot mehrheitlich ab
Die Beschäftigten der deutschen Seehäfen lehnen das Arbeitgeberangebot aus der 4. Verhandlungsrunde mehrheitlich ab. An der Befragung von ver.di beteiligten sich mehr als 5.500 Beschäftigte. 64,7 Prozent stimmten gegen das Angebot mit einer Laufzeit von 12 Monaten.
Angebot sah Lohnerhöhung vor
Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe hatte 3,4 Prozent mehr Stundenlohn rückwirkend zum 1. August 2026 angeboten. Außerdem sollte das Urlaubsgeld für alle Beschäftigten um 200 Euro steigen. Für Beschäftigte in Containerbetrieben war zusätzlich eine höhere Jahrespauschale vorgesehen.
Mitgliederbefragung bis 1. Oktober
ver.di leitet nun eine Mitgliederbefragung unter Maßgabe der Urabstimmung ein. Sie läuft bis zum Abend des 1. Oktober 2026. Stimmen mindestens 75 Prozent der aufgerufenen Mitglieder für die Ablehnung des Angebots und die Einleitung unbefristeter Streiks, entscheidet die Bundestarifkommission über das Scheitern der Verhandlungen und weitere Schritte.
Wird die 75-Prozent-Marke nicht erreicht, berät die Bundestarifkommission über das weitere Vorgehen. Dazu kann auch die Annahme des Arbeitgeberangebots gehören.