Unionhilfswerk verweigert Tarifverhandlungen
Die ver.di Berlin-Brandenburg und GEW Berlin rufen die Beschäftigten des Unionhilfswerks (UHW) am 28. und 29. Oktober 2026 zum Streik auf. Sie fordern einen Tarifvertrag auf dem Niveau des Tarifvertrags der Länder (TV-L). Trotz Streiks im Juni, Juli und September verweigert die Geschäftsführung weiterhin Tarifverhandlungen.
Kundgebungen vor dem Arbeitsgericht
Am Mittwoch, 28. Oktober, demonstrieren die Streikenden ab 9:30 Uhr vor dem Berliner Arbeitsgericht. Das UHW will dort die Einsetzung einer Einigungsstelle erzwingen. So soll die Vergütung auf betrieblicher Ebene neu geregelt werden, statt einen Tarifvertrag mit den Gewerkschaften auszuhandeln.
Streit um Amtsenthebung des Betriebsrats
Die Geschäftsführung hat beim Arbeitsgericht Berlin Anträge eingereicht, um die Betriebsratsvorsitzende und ihre Stellvertreterin abzusetzen. Die Gewerkschaften kritisieren das Vorgehen als beschäftigtenfeindlich. Es halte nicht einmal die demokratischen Mindeststandards der betrieblichen Mitbestimmung ein und sei eines sozialen Trägers unwürdig.
Protest gemeinsam mit der Charité
Am Donnerstag, 29. Oktober, streiken die UHW-Beschäftigten zunächst gemeinsam mit den Beschäftigten der Charité vor dem Berliner Abgeordnetenhaus. Die ver.di-Tarifkommission des UHW fordert von der künftigen Landesregierung gute Arbeitsbedingungen in Krankenhäusern und bei freien sozialen Trägern. Zudem müsse das Streikrecht geschützt werden. Ab 11:00 Uhr folgt eine Kundgebung vor dem Arbeitsgericht, wo über die beantragte Amtsenthebung verhandelt wird.