ver.di-Tarifkommission nimmt Angebot für Seehäfen an
Die Bundestarifkommission von ver.di hat nach intensiver Beratung das Angebot der Arbeitgeber angenommen. Streiks an den Häfen in Hamburg, Bremen, Bremerhaven, Emden, Brake und Wilhelmshaven sind damit vorerst abgewendet. Die Zustimmung der Arbeitgeberseite steht noch aus.
Die Entscheidung folgte auf wochenlange Verhandlungen mit dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe. Die Gewerkschaft hatte die Beschäftigten unter anderem durch eine Mitgliederbefragung und Warnstreiks einbezogen.
3,4 Prozent mehr Stundenlohn
Das Angebot sieht bei einer Laufzeit von zwölf Monaten eine Erhöhung der Stundenlöhne um 3,4 Prozent vor, rückwirkend ab August 2026. Das Urlaubsgeld steigt für alle Beschäftigten um 200 Euro. Beschäftigte in umsatzstarken Containerbetrieben erhalten ab Januar 2027 zusätzlich 416 Euro zur Jahrespauschale.
Ver.di-Verhandlungsführerin Sylvi Krisch bezeichnete das Ergebnis als schwierig, aber unterm Strich annehmbar. Die Tarifkommission habe ihre Entscheidung auf Grundlage der Mitgliederbefragung und der Gesamtsituation getroffen.