ver.di weist Angebot der Arbeitgeber im Tarifkonflikt bei privaten Banken zurück
Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hat das Angebot der Arbeitgeber in der zweiten Tarifverhandlungsrunde als unzureichend zurückgewiesen. Kritisiert werden neun Nullmonate ohne Gehaltserhöhung. Danach sollen die Gehälter erst ab Juli 2027 um 2,2 Prozent und ab Juli 2028 um weitere zwei Prozent steigen. Bis zum Ende der Laufzeit im September 2029 ist keine weitere Erhöhung vorgesehen.
Gewerkschaft warnt vor Reallohnverlusten
Die Beschäftigten müssten angesichts der Preisentwicklung weitere Reallohnverluste hinnehmen, kritisiert ver.di. Das sei bei der guten Geschäftsentwicklung der Banken nicht akzeptabel. Zudem fehle weiterhin ein Angebot für Auszubildende und dual Studierende.
ver.di fordert sechs Prozent mehr und Regeln für KI
Die Gewerkschaft verlangt sechs Prozent mehr Gehalt für rund 150.000 Beschäftigte bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Nachwuchskräfte sollen zusätzlich 300 Euro monatlich erhalten und nach der Ausbildung unbefristet übernommen werden. Außerdem fordert ver.di verbindliche Regeln zu Beschäftigungsschutz, Personalplanung und Qualifizierung beim Einsatz Künstlicher Intelligenz. Die Arbeitgeber im Arbeitgeberverband des privaten Bankgewerbes (AGV Banken) lehnen dies bislang ab.
Warnstreiks sollen ausgeweitet werden
ver.di kündigte an, die Warnstreiks in den kommenden Wochen auszuweiten. Die Verhandlungen werden am 23. November 2026 in Berlin fortgesetzt.