VW kündigt zahlreiche Tarifverträge
Viele Leistungen betroffen
Die Arbeitgeberseite bei Volkswagen hat zahlreiche Tarifverträge gekündigt. Dazu zählen Regelungen zu Entgelt, Arbeitsbedingungen, Eingruppierung, tariflicher Zusatzvergütung sowie Teile des Ausbildungstarifvertrags. Auch Schutzregelungen für ältere und gesundheitlich eingeschränkte Beschäftigte stehen infrage.
Die Beschäftigungssicherung ist von den Kündigungen nicht betroffen. Sie gilt bis Ende 2030.
IG Metall fordert fünf Prozent mehr Entgelt
Die IG Metall-Tarifkommission verlangt für zwölf Monate fünf Prozent mehr Entgelt. Zusätzlich soll es eine soziale Komponente geben, die besonders den unteren Entgeltgruppen zugutekommt. Die Verhandlungen sollen im Winter beginnen. Ein Termin steht noch nicht fest.
Die Friedenspflicht endet am 1. Januar 2027. Ab diesem Tag kann die IG Metall für die Wiedereinsetzung gekündigter Tarifverträge streiken.
Beschäftigte haben bereits Zugeständnisse gemacht
Ende 2024 akzeptierten die Beschäftigten Einschnitte, mit denen Volkswagen jährlich rund 1,5 Milliarden Euro sparen soll. Im Gegenzug sollte der Konzern in die Zukunft der Standorte investieren. Zugleich schüttete Volkswagen Ende Juni rund 2,6 Milliarden Euro Dividenden an die Aktionär*innen aus.