Hände weg von unserer Rente! - Renten-Sparschweinkampagne des DGB München. DGB München
Die Bundesregierung hat die Senkung des Rentenversicherungsbeitrags beschlossen. Im Bundesrat hat der Gesetzentwurf Anfang Oktober keine Mehrheit gefunden und ist damit zurück beim Bundestag. Der DGB lehnt eine Senkung des Beitragssatzes weiter ab, denn "eine Senkung des Rentenbeitrags auf 18,9 Prozent widerspricht den demografischen Herausforderungen, dem Grundsatz vorausschauender Politik und dem Gebot der Nachhaltigkeit", sagt DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach.
Nach der umstrittenen Senkung des Rentenversicherungsbeitrags durch die Bundesregierung im letzten Jahr hat der Deutsche Gewerkschaftsbund sein Rentenfinanzkonzept aktualisiert. Die neuen Berechnungen zeigen: Mit dem Aufbau einer Demografie-Reserve können die Renten auch weiterhin gesichert werden - selbst wenn der Beitragssatz auf 22 Prozent bis zum Jahr 2030 begrenzt wird. weiterlesen ...
Stattdessen fordert der DGB den Aufbau einer Demografie-Reserve, um so Rücklagen für die Zukunft zu bilden. Dabei wird der DGB von einer deutlichen Mehrheit in der Bevölkerung unterstützt. Nach einer repräsentativen forsa-Umfrage sprechen sich 80 Prozent dafür aus, auf eine Senkung des Rentenbeitrags zu verzichten und stattdessen Rücklagen aufzubauen. Inzwischen wendet sich sogar eine Reihe von Abgeordneten der CDU/CSU-Fraktion offen gegen die Pläne der Bundesregierung.
Für die drohende massenhafte Altersarmut verantwortlich ist aus Sicht des DGB die Absenkung der Rentenniveaus sowie die Zunahme prekärer Beschäftigung. Die von Bundesministerin Ursula der Leyen vorgeschlagene Zuschussrente dürfte nicht helfen, denn die Voraussetzungen seien so hoch, "dass sie kaum jemand in Anspruch nehmen kann", betont Buntenbach.