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Bundesweiter Aktionstag am 26. September

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Die Rentenkommission will die abschlagsfreie Rente nach 45 Versicherungsjahren abschaffen, gegen den Willen der Bevölkerung. Laut Insa-Umfrage lehnen das 68 Prozent ab. 77 Prozent sind generell mit der Rentenpolitik unzufrieden. “Menschen, die früh in die Ausbildung gegangen sind und nahezu ein halbes Jahrhundert gearbeitet haben, dürfen am Ende ihres Arbeitslebens nicht wie eine Zitrone ausgequetscht werden, sondern haben Anspruch auf eine gute Rente ohne Abschläge”, kritisiert DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel.

Sparpaket bei Pflege und Gesundheit

Bei der Gesundheit will die Bundesregierung immer weiter sparen statt reformieren: “Dieser Vorschlag ist keine Strukturreform, sondern ein reines Sparpaket zu Lasten der Versicherten und Pflegebedürftigen, denen Leistungen massiv gekürzt werden sollen”, bemängelt DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi die Pläne zur Pflegeversicherung. Nach den Krankenhäusern greife die Regierung nun auch in der Altenpflege die Tarifentlohnung an. Der DGB fordert eine Pflegeversicherung, in die alle einzahlen.

Sicherheit statt Kettenverträge

Auch bei Beschäftigungssicherheit drückt die Politik die falschen Knöpfe: Sie will die Regelfrist für sachgrundlose Befristungen von 2 auf 4 Jahre verlängern und eine erneute Ersteinstellung beim selben Arbeitgeber ermöglichen. Das öffnet Kettenbefristungen Tür und Tor. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung belegt: Schon 2025 war mehr als jede 4. Neueinstellung befristet, rund 1,1 Millionen Stellen. Insgesamt arbeiten heute 2,2 Millionen Menschen befristet. Das trifft besonders junge Menschen unter 25. “Wer befristet arbeitet, lebt mit großer Unsicherheit. […] Einen unbefristeten Vertrag in der Hand zu haben […] ist für viele die Voraussetzung dafür, einen Mietvertrag abzuschließen, eine Familie zu gründen oder sich weiterzubilden und langfristig an ihr Unternehmen zu binden”, sagt Stefan Körzell, stellvertretender DGB-Vorsitzender. Der DGB lehnt die geplante Ausweitung deshalb entschieden ab.

Hände weg vom 8-Stunden-Tag

13-Stunden-Tage statt eines klaren Feierabends: So könnte die Zukunft aussehen, wenn die Bundesregierung ihre Pläne, den 8-Stunden-Tag abzuschaffen, umsetzt. Statt einer täglichen Höchstarbeitszeit soll nur noch eine wöchentliche Obergrenze gelten. Verkauft wird das als mehr Flexibilität für Familien, verschiebt aber in Wahrheit das Risiko überlanger Arbeitstage auf die Beschäftigten. Der DGB fordert verlässliche Arbeitszeiten: Hände weg vom Arbeitszeitgesetz.

Am 26. September gehen Beschäftigte in 15 Städten auf die Straße. Ihr Signal: Wir verdienen Reformen, die unser Land besser und gerechter machen. Sei dabei, gemeinsam stoppen wir den Kahlschlag!


Dieser Artikel erschien zuerst in der September-Ausgabe 2026 des DGB-einblick, die es hier zum Download gibt.

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