Deutscher Gewerkschaftsbund

08.09.2017
Minjobs / Bundestagswahl

CDU-Plan: Halbe Million regulär Beschäftigte sollen Minijobber werden

Union ebnet Weg zur Minijob-Republik

Im Regierungsprogramm von CDU/CSU wirken die Pläne der Union für die Zukunft der Minijobs fast wie ein Versprechen für steigende Löhne: "Wir realisieren den mitwachsenden Minijob." Statt 450 Euro sollen künftig bis zu 550 Euro möglich sein. Doch für die Betroffenen ist das keine gute Nachricht – im Gegenteil.

junger mann mit Bauhelm und Blaumann, Nahaufnahme Gesicht, blickt skeptisch

Colourbox.de

Denn die Pläne von CDU/CSU bedeuten: Die Minijob-Grenze wird von 450 auf ca. 550 Euro angehoben. Und das bedeutet: Wer bisher zwischen 451 und 550 Euro verdient ist heute kein Minjobber, sondern regulär Beschäftigter mit voller Sozialversicherung. Nach den Plänen der Union würden diese Menschen aber zu Minijobbern – ohne vollen Schutz der Sozialversicherungen.

Mehr als 500.000 Menschen wären betroffen

Eine Auswertung des DGB hat gezeigt: Derzeit arbeiten 507.091 Menschen für 451 bis 550 Euro im Monat. Diese Menschen würden nach den CDU/CSU-Plänen von regulär Beschäftigten zu Minijobbern.

Für den DGB ist klar: Das Zwei-Klassen-Beschäftigungssystem mit den heutigen Minijobs ist ungerecht. Es muss reformiert und nicht noch weiter ausgeweitet werden. Dazu hat der DGB ein Reformkonzept vorgelegt.


DOWNLOAD
der kompletten DGB-Analyse zu den Minijob-Plänen von CDU/CSU

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Frankfurter Rundschau: Wenn der Minijob zur Falle wird


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