Deutscher Gewerkschaftsbund

06.01.2021
Was bedeutet der Mindestlohn 2021 für den Minijob?

Mindestlohn: Die aktuelle Arbeitszeit-Tabelle für den Minijob

Minijobber mit Mindestlohn müssen 2021 pro Monat nur rund 47 Stunden arbeiten

Seit dem 1. Januar 2021 beträgt der gesetzliche Mindestlohn 9,50 Euro. Ab 1. Juli 2021 steigt der gesetzliche Mindestlohn auf 9,60 pro Stunde. Für Minijobberinnen und Minijobber bedeutet jede Mindestlohnerhöhung auch: kürzere monatliche Arbeitszeiten.

Zwei Miniaturfiguren Bauarbeiter und mehrere Stapel Münzen

DGB/Hyejin Kang/123rf.com

Auch wer in einem 450-Euro-Job ("Minijob") arbeitet, hat Anspruch auf den gesetzlichen Mindestlohn. Der gesetzliche Mindestlohn beträgt seit dem 1. Januar 2021 9,50 Euro und steigt dann ab 1. Juli 2021 auf 9,60. Das heißt, dass Minijobber/innen pro Monat höchstens 47,368 Stunden (9,50 Euro x 47,368 = 450,00 Euro) arbeiten müssen. Ab Juli sind es dann nur noch 46,875 Stunden pro Monat. Mehr in unserer Arbeitszeit-Übersicht für Minijobs.

Die folgende Tabelle zeigt, bei welchem Stundenlohn welche monatliche Höchststundenzahl für Minijobs zulässig ist:

Stundenlohn

Monatliche Höchststunden für Minijobber/innen

9,50 Euro
(Mindestlohn vom 1.1.2021 bis 30.6.2021)
47,37
9,60 Euro
(Mindestlohn vom 1.7.2021 bis 31.12.2021)
46,88
9,70 Euro 46,39
9,80 Euro 45,92
9,82 Euro
(Mindestlohn vom 1.1.2022 bis 30.6.2022)
45,82
9,90 Euro 45,45
10,00 Euro 45,00
10,45 Euro
(Mindestlohn vom 1.7.2022 bis 31.12.2022)
43,06

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