Tag der Arbeit 2026: Heraus zum 1. Mai!
Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ haben sich am 1. Mai in diesem Jahr 366.710 Menschen an insgesamt 413 Veranstaltungen und Kundgebungen des Deutschen Gewerkschaftsbundes beteiligt.
Unsere Veranstaltungen am 1. Mai
Hier waren die DGB-Vorstandsmitglieder vor Ort:
Hauptredner*innen des DGB:
Yasmin Fahimi, Vorsitzende: Nürnberg, Kornmarkt (zentrale Veranstaltung)
- Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende: Helmstedt, Marktplatz
- Stefan Körzell, Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand: Kassel, Königsplatz
- Anja Piel, Mitglied im Geschäftsführenden Bundesvorstand: Rostock, Kastanienplatz
Yasmin Fahimi auf der Hautkundgebung in Nürnberg
1.-Mai-Aufruf zum Download
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1. Mai 2026: Erst unsere Jobs, dann eure Profite 1.-Mai-Aufruf des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Download PDF
Unsere Forderungen an Politik und Wirtschaft
Hände weg vom 8-Stunden-Tag!
Die Bundesregierung plant, das Arbeitszeitgesetz aufzuweichen. Danach drohen Arbeitstage von bis zu 13 Stunden, wenn der Chef es will. Teile der Politik und die Arbeitgeberlobby wollen uns weismachen, wir arbeiten zu wenig.
Wir sagen: Stopp! Wir arbeiten genug! Mit Macht für die 8!
Der 8-Stunden-Tag ist eine hart erkämpfte Errungenschaft. Wenn er fällt, bestimmt allein der Chef über deine Zeit. Das lassen wir nicht zu – keine Experimente auf dem Rücken der Beschäftigten!
Unser Sozialstaat ist nicht verhandelbar
Der Sozialstaat ist das Fundament unserer Demokratie – kein Luxus. Teile der Arbeitgeber behaupten, er sei “nicht mehr finanzierbar”. Das ist falsch. Das Problem liegt nicht bei den Ausgaben, sondern bei der Finanzierung. Während Beschäftigte rund 43 Prozent Steuern und Abgaben zahlen, liegt die Belastung vieler großer Vermögen deutlich darunter.
Wir sind die Debatten um soziale Kürzungen leid. Nichts davon schafft Zukunftssicherheit für Beschäftigte.
Rente: Sicherheit für alle Generationen
Wer ein Leben lang arbeitet, muss auch im Alter sicher leben können. Das Rentenniveau von 48 Prozent muss dauerhaft stabilisiert werden – nicht nur für heute, sondern auch für künftige Generationen. Wer immer nur private Vorsorge predigt, soll erklären, wovon Menschen mit kleinen Einkommen noch sparen sollen.
Wir fordern eine sichere Rente für alle.
Gesundheit: Für Menschen, nicht für Profite
Alle Menschen brauchen Zugang zu guter Gesundheitsversorgung, unabhängig von Einkommen oder Wohnort. Wir fordern eine Bürgerversicherung für alle und einen fairen Bundeszuschuss statt Kürzungen.
Gesundheit ist keine Ware. Gesundheitsversorgung darf kein Geschäftsmodell für Investoren sein. Geld muss in bessere Versorgung fließen, nicht in die Taschen von Private-Equity-Firmen.
Schluss mit euren Profiten, her mit unserer Gesundheit!
Erst Zukunftsinvestitionen für unsere Arbeitsplätze, dann eure Kostenoptimierung!
Deutschland hat viele Stärken: Bestens ausgebildete Fachkräfte, leistungsfähige Industrie, weltbekannte Qualität. Statt alles schlechtzureden, müssen wir jetzt in Zukunftstechnologien investieren: Künstliche Intelligenz, Batterietechnologie, klimaneutrale Produktion.
Wer vom Standort Deutschland profitiert, muss hier investieren und Verantwortung übernehmen. Eigentum verpflichtet. So steht es im Grundgesetz. Wer Gewinne macht und vom Steuerzahler profitiert, muss Verantwortung für Arbeitsplätze übernehmen.
Wenn Unternehmen staatliche Förderung erhalten, müssen sie im Gegenzug investieren, Arbeitsplätze sichern und sich zum Standort bekennen.
Gerechte Steuerpolitik – wer viel hat, muss mehr beitragen
Wir fordern eine höhere Besteuerung sehr großer Vermögen und hoher Erbschaften. Während Beschäftigte jeden Monat Steuern zahlen, werden Millionenerbschaften kaum belastet.
Mit einer gerechteren Steuerpolitik können wir massiv in Infrastruktur, Industrie, Bildung und sozialen Zusammenhalt investieren. Wer viel hat, muss mehr zum Gemeinwohl beitragen.
Bezahlbares Wohnen für alle
Immer mehr Menschen geben über 40 Prozent ihres Einkommens für Miete aus. Auszubildende zahlen 42 Prozent, Studierende sogar mehr als die Hälfte. Über 5 Millionen Menschen konnten ihre Wohnung zuletzt nicht ausreichend heizen.
Wohnen ist ein Grundbedürfnis und darf nicht zum Spekulationsobjekt werden. Wir brauchen stärkere Mietregulierung und deutlich mehr öffentlichen Wohnungsbau. Bei Energie und Infrastruktur muss der Staat eingreifen, wenn Märkte versagen.
Gute Arbeit braucht ein bezahlbares Leben.
Wir Gewerkschaften stehen an deiner Seite. Wir kämpfen für gute Arbeit, für soziale Sicherheit und eine Zukunft, die allen Perspektiven bietet. Mach dich stark mit uns!
Pressemitteilungen
DGB feiert Tag der Arbeit – "Erst unsere Jobs, dann eure Profite"
Pressemitteilung30. April 2026
Artikel lesenDas lief am 1. Mai in den sozialen Medien
Auf unserer Social-Media-Wall seht ihr die Beiträge zum 1. Mai 2026 aus Instagram, Facebook, LinkedIn, TikTok und X. Herzlichen Dank, dass ihr so zahlreich mitgemacht habt!
Fragen und Antworten
Wann ist der Tag der Arbeit?
Der Tag der Arbeit wird in Deutschland und vielen Ländern Europas immer am 1. Mai gefeiert. Der 1. Mai 2026 fällt auf einen Freitag. In den USA und in Kanada wird der “Labour Day” übrigens am ersten Montag im September gefeiert, ebenfalls als gesetzlicher Feiertag.
Ist der 1. Mai ein Feiertag?
Der 1. Mai ist in ganz Deutschland ein gesetzlicher Feiertag. Aber nicht nur in Deutschland wird der Tag der Arbeit am 1. Mai gefeiert – auch in anderen Ländern wie Österreich, Liechtenstein und der Schweiz gilt er als gesetzlicher oder zumindest regionaler Feiertag.