Deutscher Gewerkschaftsbund

19.10.2017

Zur Diskussion um den "Antifa-Kongress" in München

Zur Diskussion um den "Antifa-Kongress" vom 3. bis 5. November in München:

Der DGB und seine Gewerkschaften stellen sich klar gegen jede Form von Rassismus, Faschismus und Antisemitismus – das ergibt sich allein schon aus der Erfahrungen der Gewerkschaften im Nationalsozialismus.

Weiterhin werden in allen Gewerkschaftshäusern der Republik, beim DGB, bei den Gewerkschaften und beim DGB Bildungswerk dazu zahllose Veranstaltungen stattfinden und der DGB an Bündnissen gegen rechts mitwirken.

Es ist richtig, die Veranstalter des "Antifa-Kongresses" hatten geplant diesen vom 3. bis 5. November im Münchner Gewerkschaftshaus durchzuführen. Der DGB hat von diesen Plänen am 16. Oktober durch eine Anfrage der rechten Webseite "Journalistenwatch.com" erfahren. Mit dem DGB hat von den Veranstaltern vorher niemand darüber gesprochen, die Räume wurden direkt über die Hausverwaltung gebucht.

Die Meldung von "Journalistenwatch" hat die DPolG (Polizeigewerkschaft im Beamtenbund) bundesweit benutzt, um massiv die Gewerkschaft der Polizei (GdP, Polizeigewerkschaft im DGB) anzugreifen und Mitglieder abzuwerben. Als Schutz für eine DGB-Mitgliedsgewerkschaft hat daher der DGB darum gebeten, nach alternativen Veranstaltungsräumen zu suchen. Trotz der knappen Frist ist es gelungen, den Veranstaltern drei alternative Veranstaltungsorte in München anzubieten.

Unsägliche Angriffe – wie den der DPolG – gegen Mitgliedsgewerkschaften des DGB können und werden wir nicht dulden.


Nach oben

Aktuelle Pressemitteilungen

Whist­leblo­wer-Schutz für Be­schäf­tig­te um­fas­sen­der re­geln
DGB/solarseven/123rf.com
Mehr als die Hälfte aller wirtschaftskriminellen Taten wird durch Hinweise von Beschäftigten aufgedeckt. Doch wer geheim gehaltene Missstände anzeigt, konnte sich bislang nicht darauf verlassen, dass das Gesetz ihn schützt. Die EU will das mit einer neuen Richtline ändern. Das ist gut - doch die geplanten Regelungen gehen nicht weit genug, kritisiert DGB-Vorstand Annelie Buntenbach.
Zur Pressemeldung

Han­nack: Brau­chen deut­lich mehr Maß­nah­men ge­gen Aus­bil­dungs­lo­sig­keit
Colourbox.de
Über zwei Millionen junge Menschen haben keinen Schulabschluss, ihnen droht ein Leben in prekärer Beschäftigung. Laut dem neuen Berufsbildungsbericht der Bundesregierung ist die Zahl im Vergleich zum letzten Jahr deutlich gestiegen. DGB-Vize Elke Hannack fordert die Politik auf, endlich mehr gegen Ausbildungslosigkeit zu unternehmen.
Zur Pressemeldung

End­lich mehr Rech­te für ent­sand­te Be­schäf­tig­te
DGB/Sirichai Puangsuwan/123rf.com
Nach langen und schwierigen Verhandlungen haben die Vertreter der EU-Mitgliedsstaaten heute einem Kompromiss zugestimmt, der die Situation von Menschen, die im Ausland eingesetzt werden, deutlich verbessern kann. "Damit kommen wir dem Ziel "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit am gleichen Ort" einen großen Schritt näher", sagt DGB-Vorstand Annelie Buntenbach.
Zur Pressemeldung

Zuletzt besuchte Seiten