Deutscher Gewerkschaftsbund

21.12.2023
Tarifticker

DGB-Tarifmeldungen vom 11. bis zum 21. Dezember 2023

Die Gewerkschaft ver.di hat für die Beschäftigten der Sparda-Bank eine 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich ausgehandelt. Die Verringerung der Arbeitszeit wird in 2 Schritten erfolgen. Für die Köch*innen und Kellner*innen in Brandenburg gibt es mehr Geld. Die Löhne und Gehälter steigen zum 1. Januar 2024 um 9 Prozent in den untersten beiden Tarifgruppen und um 12 Prozent für alle anderen Entgeltgruppen.

Unsere Tarifmeldungen der Woche für die DGB-Gewerkschaften:

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Erhalte jede Woche aktuelle Meldungen zu den laufenden Tarifverhandlungen unserer 8 DGB-Gewerkschaften: IG BAU, IGBCE, EVG, GEW, IG Metall, NGG, GdP und ver.di.

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Sparda-Bank: 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich

Die Sparda-Bank Berlin und die Gewerkschaft ver.di haben sich auf einen Tarifabschluss geeinigt. Für die Beschäftigten der mitgliederstärksten Genossenschaftsbank in Ostdeutschland wird die 35 Stunden Woche bei vollem Lohnausgleich eingeführt. Die Absenkung der Arbeitszeit von derzeit 39 wöchentlichen Arbeitsstunden auf 35 Stunden wird in 2 Schritten zum 1. Januar 2024 sowie zum 1. Januar 2025 erfolgen. Das entspricht einer Entgelterhöhung um 11,4 Prozent. Hinzu kommt eine tarifliche Einmalzahlung in Höhe von 2.400 Euro netto im Januar 2024. Der Gehaltstarifvertrag läuft bis zum 31. März 2026.

Zur ver.di-Meldung

Mehr Geld für Beschäftigte im Hotel- und Gaststättengewerbe in Brandenburg

Die NGG und der Arbeitgeberverband DEHOGA Brandenburg haben sich auf eine Erhöhung der Entgelte für die Beschäftigten in den tarifgebundenen Betrieben im Brandenburger Hotel- und Gaststättengewerbe verständigt. Die Löhne und Gehälter steigen zum 1. Januar 2024 um 9 Prozent in den untersten beiden Tarifgruppen und um 12 Prozent für alle anderen Entgeltgruppen. Zum 1. Mai 2025 steigen alle Entgelte um weitere 8 Prozent. Der Lohn von Fachkräften steigt somit um mindestens 470 € brutto im Monat.

Die Ausbildungsvergütungen erhöhen sich in der Laufzeit in 2 Schritten um 200 bis 250 Euro je nach Ausbildungsjahr.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2025.

Zur Meldung der NGG

Druckindustrie: Beschäftigte fordern 12 Prozent mehr Lohn

Für die mehr als 110.000 Beschäftigten der Druckindustrie fordert die Gewerkschaft ver.di in der anstehenden Tarifrunde 12 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Das hat die Tarifkommission in Kassel beschlossen. Die Forderungshöhe entspricht damit dem einhelligen Ergebnis einer Befragung der Beschäftigten, die im Oktober und November durchgeführt wurde.

Der aktuell noch geltende Entgelttarifvertrag wird zum 29. Februar 2024 gekündigt. Die Tarifverhandlungen über einen neuen Tarifvertrag mit dem Bundesverband Druck und Medien beginnen voraussichtlich im März 2024.

Zur ver.di-Meldung

Streiks vor Weihnachten im Handel

Trotz anderslautender Bekundungen bei einem Spitzengespräch im November verweigern die Arbeitgeber im Einzelhandel nach wie vor Tarifverhandlungen mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Die Landesbezirke der Gewerkschaft bereiten daher Aktionen und Streiks noch vor dem Weihnachtswochenende vor. Der ver.di-Bundesvorstand ruft die Beschäftigten im Handel zu Streikaktionen zwischen Donnerstag und Samstag vor Weihnachten auf.

ver.di fordert für die Beschäftigten im Einzelhandel 2,50 Euro mehr die Stunde mit einer Laufzeit von einem Jahr. Die Arbeitgeber bieten bislang für 2023 nur eine Tariferhöhung von 1,04 Euro. Nicht viel besser sähe es bei den Beschäftigten im Groß- und Außenhandel aus.

Im Einzelhandel sind rund 3,1 Millionen Menschen beschäftigt, im Groß- und Außenhandel rund 1,9 Millionen.

Zur ver.di-Pressemeldung

Höhere Löhne und Gehälter im SHK-Handwerk Hessen

Die IG Metall Mitte und der Fachverband Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Hessen haben ein Tarifergebnis erzielt. Die Löhne und Gehälter steigen ab dem 1. Januar 2024 um 4,7 Prozent. Alle Beschäftigten, auch Teilzeitbeschäftigte, erhalten außerdem eine Inflationsausgleichsprämie im Höhe von 1.000 Euro, die bis spätestens 30. November 2024 ausgezahlt wird. Auszubildende erhalten 500 Euro. Die Inflationsausgleichsprämie kann auch in mehreren Teilbeträgen ausgezahlt werden.

Vom Tarifabschluss profitieren rund 12.000 Beschäftigte in rund 1.400 Betrieben des Sanitärhandwerks.

Zur Meldung der IG Metall

Tarifabschluss in der Eisen- und Stahlindustrie erzielt

Nach der nordwestdeutschen Stahlindustrie die IG Metall auch in der ostdeutschen Stahlindustrie ein Verhandlungsergebnis erzielt. Die Beschäftigten erhalten im Januar 2024 eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1.500 Euro netto (Auszubildende 1.000 Euro). Weitere 1.500 Euro (Auszubildende 800 Euro) sind in Raten bis Ende 2024 auszubezahlen: Von Februar 2024 bis November gibt es monatliche Zahlungen in Höhe von 150 Euro netto (Auszubildende jeweils 80 Euro). Teilzeitbeschäftigte erhalten die Inflationsausgleichsprämie jeweils anteilig.

Die monatlichen Auszahlungen sind nicht starr. Arbeitgeber und Betriebsrat können im Betrieb Abweichungen bei der Höhe und beim Auszahlungstermin vereinbaren. Manche Betriebe haben bereits Teile der steuerfreien Inflationsprämie ausgezahlt. Für sie gilt: Beträge oberhalb der 3.000 Euro werden brutto vergütet.

Ab 1. Januar 2025 steigen die Entgelte und Auszubildendenvergütung um 5,5 Prozent. Der Tarifvertrag läuft bis zum 30. September 2025.

Das Tarifergebnis gilt vorerst nur für die nordwestdeutsche und die ostdeutsche Stahlindustrie. In der saarländischen Stahlindustrie gelten Tarifverträge mit anderen Laufzeiten. Hier starten die Verhandlungen Ende Februar. Die Friedenspflicht läuft am 29. Februar aus.

Zur Meldung der IG Metall

Tarifabschluss bei Baudienstleister Xervon erzielt

Die IG BAU hat für die Beschäftigten des Industriedienstleisters Xervon einen Tarifvertrag abgeschlossen. Die Engelte steigen ab dem 1. Februar 2024 um 5,4 Prozent und zum 1. Februar 2025 um weitere 3,2 Prozent. Außerdem erhalten die Arbeiter*innen eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 2.000 Euro. Diese wird in 3 Raten ausgezahlt.

Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 24 Monaten.

Zur Meldung der IG BAU


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