Deutscher Gewerkschaftsbund

12.10.2022
Transformation und Gute Arbeit

DGB on Tour 2022

DGB-Vorstand informiert sich vor Ort

Strukturwandel, Energiekrise, Wandel der Arbeitswelt: Was bedeutet das für Beschäftigte? Wo liegen die aktuellen Herausforderungen? Unser Vorstand ist unterwegs in Deutschland und trifft Beschäftigte, gewerkschaftlich Aktive und Politiker*innen. Ein Schwerpunkt ist dabei auch die Transformation – der Wandel hin zu einer klimafreundlichen und digitalisierten Industrie und Arbeitswelt – und wie sie sozial gerecht gestaltet werden kann.

Gruppe von Menschen mit Helm in einer Schiffswerft, Text: Transformation und Gute Arbeit, DGB on Tour 2022

DGB

Was treibt Beschäftigte um?

Was treibt Beschäftigte um? Vor welchen Problemen und Herausforderungen stehen die Menschen aktuell? Wie wandelt sich die Arbeitswelt? Die DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi war Anfang September in Hessen und Thüringen unterwegs und traf die Beschäftigten einer großen Klinik und auf einer Baustelle, um über ihre Arbeitsbedingungen zu sprechen. Tarifverträge und die Rolle von Gewerkschaften sowie Betriebs- und Personalräten waren dabei Thema.

Auch die moderne Bergbauindustrie und die Zukunft der Mobilität standen im Mittelpunkt von Yasmin Fahimis Tour. Sie war vor Ort im Gespräch über die Herausforderungen der Industrie in ländlichen Regionen.

Wie gestalten wir die Transformation?

Wie kann die Transformation auch in der aktuellen Krise angepackt werden? DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell war Ende August im Saarland, in Sachsen und in Nordrhein-Westfalen. Damit die Transformation gelingt und sozial gerecht für die Beschäftigten ist, fordert der DGB eine aktive Strukturpolitik. Das bedeutet zum Beispiel, dass der Staat investieren muss in eine gute Infrastruktur. Sie ist die Voraussetzung, damit der Wandel gelingt. Das bedeutet aber auch, dass Unternehmen, die Gute Arbeit mit Tarifbindung und Betriebsräten bieten, bei öffentlichen Ausschreibungen und Förderprogrammen den Zuschlag erhalten.

Stefan Körzell besuchte Unternehmen, die auf grünen Wasserstoff umstellen, informiert sich über die Mobilitätswende im ländlichen Raum und stellt Fragen zu Investitionen in die Energiewende und die Verkehrsinfrastruktur.

Was hilft gegen Fachkräftemangel?

Die Gründe, dass es zu wenige Fachkräfte gibt, sind vielfach hausgemacht: Zu wenig passende Ausbildungsplätze und zu wenig Weiterbildung. Schlechte Löhne und Arbeitsbedingungen machen manche Berufe unattraktiv.

DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel ist im Oktober unterwegs in Niedersachsen, Berlin und Brandenburg und trifft Beschäftigte und Betriebsrät*innen. Sie besucht u.a. Jobcenter und Projekte, die benachteiligte Jugendliche fördern sowie eine Kita und fragt nach, wie vor Ort gegen den Fachkräftemangel vorgegangen wird, welche Rolle Tarife und die Mitbestimmung spielen und wie Weiterbildung besonders gut funktioniert.

Was ist Dekarbonisierung? 

Oft wird von Dekarbonisierung gesprochen, wenn es um das Erreichen der Klimaziele geht. Gemeint ist damit, dass die Grundlage des Wirtschaftens in Deutschland in Zukunft nicht mehr Treibhausgase ausstoßen soll, als gleichzeitig auch – natürlich oder technisch – aufgenommen werden können. Die Treibhausgase sind der Grund dafür, dass es den Klimawandel gibt. Wir müssen die Entstehung der Treibhausgasen vermeiden, um den Klimawandel zu stoppen. Das geht zum Beispiel durch den Einsatz anderer Technologien oder Energieträger, wie erneuerbare Energien. Manchmal lassen sich die Treibhausgasemissionen jedoch nicht vermeiden. Dann müssen sie technologisch aufgefangen und eingespeichert werden oder die Natur hat die Fähigkeit dazu, etwa durch mehr Wälder und Moore.

Warum benötigen wir industrielle Wasserstoff-Produktion für die Energiewende?

Deutschland ist ein starker Industriestandort. Viele Beschäftigte arbeiten in der Industrie und sichern damit unseren Wohlstand. Deshalb ist eine klimaneutrale Industrie für Deutschland enorm wichtig. In einigen Branchen lassen sich die Treibhausgasemissionen durch den Einsatz erneuerbaren Stroms oder erneuerbarer Wärme (z.B. Wind, Solar, Geothermie) ersetzen. Es gibt jedoch auch Prozesse, die hohe Temperaturniveaus brauchen, die sich mit erneuerbarem Strom oder erneuerbarer Wärme gar nicht oder nur schwer erreichen lassen (z.B. Metallverarbeitung). Außerdem werden in der chemischen Industrie fossile Energieträger stofflich genutzt: Sie sind zentraler Ausgangspunkt für chemische Reaktionen, die in chemischen Produkten münden. Um in Zukunft in diesen Branchen wie Metall oder Chemie klimaneutral produzieren zu können, braucht es deshalb Wasserstoff. Der Wasserstoff kann mit erneuerbarem Strom in einer Elektrolyse umgewandelt werden und anschließend direkt eingesetzt werden, um hohe Verbrennungstemperaturen zu erreich oder er dient als erneuerbarer Ausgangsstoff für synthetisch hergestellte chemische Verbindungen.


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Unser Vorstand unterwegs

DGB-Vorsitzende Yasmin Fahimi im Gespräch mit Beschäftigten einer Klinik
DGB/Christian Plambeck

DGB on Tour: Yas­min Fa­hi­mi

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Foto mit grafischer Überlagerung in petrol. Foto zeigt Stefan Körzell im Gespräch mit Beschäftigten auf einem Industriegelände, die grafische Überlagerung enthält den Text: STEFAN KÖRZELL ON TOUR
Hans-Christian Plambeck / DGB via Canva

DGB on Tour: Ste­fan Kör­zell

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DGB-Vorstandsmitglied lächelnd in Gruppe von Menschen
DGB

DGB on Tour: An­ja Piel

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