Deutscher Gewerkschaftsbund

Digitale Verwaltung

27.01.2016
Digitale Verwaltung

E-Government

Längst steht der Begriff „E-Government“ nicht mehr nur für elektronische Dienste für Bürgerinnen und Bürger. Inzwischen ist damit auch die Digitalisierung verwaltungsinterner Abläufe gemeint. Denn „Gute digitale Arbeit“ in Verwaltungen, Polizei und Schulen lassen sich nicht trennen von der Forderung nach guten digitalen Dienstleistungen für die Bürgerinnen und Bürger.

Elektronische Darstellung von Akten, Symbolbild

DGB/thodonal/123rf.com

Oftmals dreht sich die Diskussion aber nur um technische Fragen. Doch wäre es viel wichtiger, dass der Mensch im Mittelpunkt steht – dafür setzt sich der Deutsche Gewerkschaftsbund ein. Konkret heißt das: Die Beschäftigten müssen in die Entwicklung und auch die Weiterentwicklung von IT-Lösungen einbezogen werden, denn sie sind die Expertinnen und Experten für ihre eigene Arbeit.

Zwar gestalten die in den DGB-Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes organisierten Personalräte schon jetzt bei der Modernisierung mit. Doch oft werden sie zu spät in die Entscheidungen einbezogen – das verzögert Prozesse und macht diese teurer als nötig. Wenn die Interessen der Beschäftigten von Anfang mitgedacht werden, dann funktioniert eine neue Software schlicht besser. Dafür gibt es viele Beispiele: So helfen GewerkschafterInnen und Personalräte, Datenschutzregeln umzusetzen und IT-Anwendungen gebrauchstauglich, ergonomisch und barrierefrei zu gestalten. Sie sichern damit nicht nur Gute Arbeit, sondern auch die Qualität öffentlicher Dienstleistungen.

Wenn die Interessen der Beschäftigten von Anfang mitgedacht werden, dann funktioniert eine neue Software schlicht besser.

Der DGB setzt sich daher für mehr Mitbestimmung bei der Digitalisierung der Verwaltung ein. Derzeit werden mehr und mehr IT-Anwendungen ressortübergreifend entwickelt. Mehr noch: Prozesse werden über die verschiedenen Ebenen von Kommunen, Ländern, Bund bis hin zur Europäischen Union digitalisiert. Dabei spielt auch der IT-Planungsrat, das Steuerungsgremium von Bund, Ländern und Kommunen für Informationstechnik und E-Government, eine wichtige Rolle. Wenn die Mitbestimmung erst am Ende der Entwicklungskette einsetzt, ist es zu spät.
























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