Deutscher Gewerkschaftsbund

22.06.2018
23 Juni - Tag des öffentlichen Dienstes

Personalausstattung im öffentlichen Dienst noch nicht zukunftsfest

Anlässlich des Tages der Vereinten Nationen für den öffentlichen Dienst am 23. Juni fordert der DGB eine vorausschauende Personalpolitik der öffentlichen Arbeitgeber. Diese müssten "mehr einstellen und ausbilden – und als Basis dafür attraktive Arbeits- und Entgeltbedingungen bieten", erklärt DGB-Vize Elke Hannack.

Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack DGB/Simone M. Neumann

Tag der Vereinten Nationen für den öffentlichen Dienst

Anlässlich des Tages der Vereinten Nationen für den öffentlichen Dienst am 23. Juni fordert der DGB eine vorausschauende Personalpolitik. Der öffentliche Dienst war in Deutschland über lange Jahre von Privatisierung und Stellenabbau geprägt. Am 22. Juni hat das Statistische Bundesamt auf Basis von vorläufigen Daten der Personalstandstatistik erklärt, dass im öffentlichen Dienst wieder mehr Personal eingestellt wurde. Es gibt 47.500 Beschäftigte mehr als im Jahr zuvor, insgesamt sind es jetzt 4,74 Millionen.

"Vereinzelt Entlastung"

"Die Personalausstattung im öffentlichen Dienst ist trotz dieser Zahlen nicht zukunftsfest", sagt die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Elke Hannack. Zwar gebe es jetzt bei der Polizei und an Kitas vereinzelt eine Entlastung. "Von einer Trendwende kann aber keine Rede sein. Etwa in Bau-, Gesundheits- oder Jugendämtern fehlt weiterhin Personal."

Viele Beschäftigte stehen vor dem Ruhestand

Dazu komme, dass in den nächsten Jahren ein Viertel der 4,7 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in den Ruhestand gehen. "Die öffentlichen Arbeitgeber müssen mehr einstellen und ausbilden – und als Basis dafür attraktive Arbeits- und Entgeltbedingungen bieten. Sonst können sie den immensen Bedarf an IT-Fachkräften, Sozialarbeitern, Erzieherinnen und Lehrkräften nur schwerlich decken", so Hannack.


Nach oben

Weitere Themen

Das än­dert sich 2019 für Ar­beit­neh­mer und Ver­si­cher­te
2019 Jahrezahl
Colourbox.de
Am 1. Januar 2019 treten neue Gesetze und Regelungen in Kraft. Der Mindestlohn steigt, es gibt Neuerungen bei der Rente und endlich zahlen die Arbeitgeber wieder den gleichen Anteil für den Beitrag zur Gesetzlichen Krankenversicherung. Was ändert sich noch für Arbeitnehmerinnen, Arbeitnehmer und Versicherte? Eine Übersicht.
weiterlesen …

Was än­dert sich 2019 beim Min­dest­lohn?
Mindestlohn Stempel mit Geldscheinen
DGB/Bartolomiej Pietrzyk/123RF.com
Der Mindestlohn steigt zum 1. Januar 2019 auf 9,19 Euro und zum 1. Januar 2020 auf 9,35 Euro. Das hat die Bundesregierung am 31. Oktober 2018 per Verordnung festgelegt und ist damit dem Vorschlag der Mindestlohn-Kommission gefolgt. Unsere Übersicht zeigt, was beim gesetzlichen Mindestlohn und bei den Branchen-Mindestlöhnen im Jahr 2019 gilt.
weiterlesen …

ein­blick - DGB-In­fo­ser­vice kos­ten­los abon­nie­ren
einblick DGB-Infoservice hier abonnieren
Mehr online, neues Layout und schnellere Infos – mit einem überarbeiteten Konzept bietet der DGB-Infoservice einblick seinen Leserinnen und Lesern umfassende News aus DGB und Gewerkschaften. Hier können Sie den wöchentlichen E-Mail-Newsletter einblick abonnieren.
zur Webseite …

Zuletzt besuchte Seiten