Anlässlich des Tages der Vereinten Nationen für den öffentlichen Dienst am 23. Juni fordert der DGB eine vorausschauende Personalpolitik der öffentlichen Arbeitgeber. Diese müssten "mehr einstellen und ausbilden – und als Basis dafür attraktive Arbeits- und Entgeltbedingungen bieten", erklärt DGB-Vize Elke Hannack.
Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack DGB/Simone M. Neumann
Anlässlich des Tages der Vereinten Nationen für den öffentlichen Dienst am 23. Juni fordert der DGB eine vorausschauende Personalpolitik. Der öffentliche Dienst war in Deutschland über lange Jahre von Privatisierung und Stellenabbau geprägt. Am 22. Juni hat das Statistische Bundesamt auf Basis von vorläufigen Daten der Personalstandstatistik erklärt, dass im öffentlichen Dienst wieder mehr Personal eingestellt wurde. Es gibt 47.500 Beschäftigte mehr als im Jahr zuvor, insgesamt sind es jetzt 4,74 Millionen.
"Die Personalausstattung im öffentlichen Dienst ist trotz dieser Zahlen nicht zukunftsfest", sagt die stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) Elke Hannack. Zwar gebe es jetzt bei der Polizei und an Kitas vereinzelt eine Entlastung. "Von einer Trendwende kann aber keine Rede sein. Etwa in Bau-, Gesundheits- oder Jugendämtern fehlt weiterhin Personal."
Dazu komme, dass in den nächsten Jahren ein Viertel der 4,7 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in den Ruhestand gehen. "Die öffentlichen Arbeitgeber müssen mehr einstellen und ausbilden – und als Basis dafür attraktive Arbeits- und Entgeltbedingungen bieten. Sonst können sie den immensen Bedarf an IT-Fachkräften, Sozialarbeitern, Erzieherinnen und Lehrkräften nur schwerlich decken", so Hannack.