Deutscher Gewerkschaftsbund

22.12.2017
"Mach' meinen Kumpel nicht an"

Wettbewerb "Gelbe Hand": Jetzt bewerben!

Engagement gegen Fremdenfeinlichkeit und Rassismus

Seit über 30 Jahren engagiert sich der gewerkschaftliche Verein "Mach' meinen Kumpel nicht an" gegen Fremdenfeinlichkeit und für ein solidarisches Miteinander. Und bereits zum zwölften Mal zeichnet er besonders gelungene Projekte zu diesen Themen mit der "Gelben Hand" aus. Wer mitmachen möchte, muss sich beeilen: Einsendeschluss für Wettbewerbsbeiträge ist der 16. Januar 2018.

Logo Gelbe Hand Kumpelverein, Mach meinen Kumpel nicht an!

Mach' meinen Kumpel nicht an! e.V.

Ein kreatives Zeichen setzen

Der Wett­be­werb rich­tet sich an die Ge­werk­schafts­ju­gend, an Schülerinnen und Schüler an Berufsschulen und an Ju­gend­li­chen, die sich in ei­ner be­ruf­li­chen Aus­bil­dung be­fin­den. Gesucht werden Beiträge, die

  • sich mit den The­men Aus­gren­zung, Ras­sis­mus, ex­tre­me Rech­te und Gleich­be­hand­lung auseinandersetzen
  • zwi­schen dem 1. Ja­nu­ar 2017 und dem 16. Ja­nu­ar 2018 ent­stan­den sind
  • bis­her bei kei­nem Wett­be­werb prä­mi­ert wur­den.

Die Dar­stel­lungs­form ist frei. Neu ist die­ses Jahr der Ide­en­wett­be­werb: Wer einen gu­ten Vor­schlag für ein Pro­jekt hat, dafür aber noch Geld braucht, kann sich mit dem Konzept bei der "Gelben Hand" bewerben.

Das gibt es zu gewinnen

Die Schirm­herr­schaft für den Wettbewerb 2018 ha­ben die Mi­nis­ter­prä­si­den­tin von Meck­len­burg-Vor­pom­mern, Ma­nue­la Schwe­sig (SPD), und der Vor­sit­zen­de der IG BCE, Mi­cha­el Vas­si­lia­dis, über­nom­men.

Zu ge­win­nen gibt es 1.000 Eu­ro für den ers­ten, 500 für den zwei­ten und 300 Eu­ro für den drit­ten Preis. Da­zu kom­men vier Son­der­prei­se: der des Lan­des Meck­len­burg-Vor­pom­mern, die Son­der­prei­se der DGB-Ju­gend Nord und der DGB-Ju­gend Nord­rhein-West­fa­len so­wie der Son­der­preis "Idee". Sie sind mit jeweils 500 Eu­ro dotiert.

Ein­sen­de­schluss für die Wett­be­werbs­bei­trä­ge ist der 16. Ja­nu­ar 2018. Die Preis­ver­lei­hung fin­det im März 2018 in Schwe­rin statt.

Gegen Rassismus in Betrieb und Gesellschaft

Der Verein „Mach meinen Kumpel nicht an! – für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus e.V.“  ist die gewerkschaftliche Initiative für Gleichbehandlung, gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in Betrieb und Gesellschaft. Die abwehrende Gelbe Hand etablierte sich in den 1980er Jahren innerhalb weniger Monate als bundesweites Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Der Verein ist eine der ältesten antirassistischen Initiativen Deutschlands und zugleich die einzige bundesweite Organisation, die sich dabei überwiegend auf Betrieb und Arbeitswelt konzentriert. Prominente Unterstützer waren etwa Willy Brandt, Udo Lindenberg, Günter Wallraff oder Götz George, der um als Tatort-Kommissar Schimanski mit der „Gelben Hand“ Zeichen gegen Rassismus setzen zu können, sogar eigens mit seinen Schauspielerkollegen ein Drehbuch umschrieb. Förderer des Kumpelvereins sind heute knapp 1200 Einzelpersonen sowie die Mitgliedsgewerkschaften des DGB.

Wettbewerb „Gelbe Hand“

Heute bietet der Verein vor allem Seminare und Fachtagungen für Multiplikatoren der antirassistischen Arbeit an. Monatlich erscheint „Aktiv für Chancengleichheit“, das Magazin des Kumpelvereins, das über das gewerkschaftliche und betriebliche Engagement gegen Rassismus berichtet und die Akteure vernetzt. Viel Resonanz hat der jährliche Jugend-Wettbewerb für kreative Projekte gegen Fremdenfeindlichkeit. An diesem Wettbewerb können sich einzelne Jugendliche, aber auch Gruppen von Auszubildenden oder Klassen aus berufsbildenden Schulen beteiligen.

Cover Teitschrift ran mit Götz George als Tatort-Kommissar "Schimanski"

DGB/ran

Der 2016 verstorbene Schauspieler Götz George hörte erstmals 1985 von Klaus Lage und Günter Wallraff von „Mach meinen Kumpel nicht an“, der Aktion der DGB-Jugend gegen Ausländerfeindlichkeit. „Die Aktion muss unbedingt verbreitet werden. Da ist natürlich ein Typ wie der Schimanski genau der Richtige“, erklärte er 1986 gegenüber dem DGB-Jugendmagazin ‘ran. Gesagt, getan: Gleich in zwei Tatort-Krimis trug "Schimmi" die Gelbe Hand am Revers. Die Schauspieler haben sogar das Drehbuch geändet, um auf die Aktion hinzuweisen.

Weitere Infos: www.gelbehand.de

 


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