Deutscher Gewerkschaftsbund

23.06.2020
Tag des öffentlichen Dienstes im Zeichen der Corona-Pandemie

„Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst halten das Land für uns am Laufen“

Am 23. Juni findet seit dem Jahr 2003 der von den Vereinten Nationen ins Leben gerufene Tag des öffentlichen Dienstes statt. In diesem Jahr steht dieses Ereignis im Schatten der Corona-Pandemie. Aus diesem Anlass erklärt Elke Hannack, stellvertretende Vorsitzende des DGB:

Berufe im Öffentlichen Dienst

DGB/Ini Neumann

„Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst leisten unglaublich wertvolle Arbeit, das macht auch die Corona-Krise deutlich. In den Gesundheitsämtern, den Krankenhäusern und Rettungsdiensten, bei Polizei und Feuerwehr, in Schulen, dem Jobcenter und an vielen anderen Orten waren die Belastungen in den letzten Monaten enorm. Die Kolleginnen und Kollegen halten dieses Land für uns am Laufen.“

Dem öffentlichen Dienst fehlt allerdings Personal. In vielen Bereichen ist die Personaldecke löchrig, auch wenn die Zahl der Beschäftigten laut Statistischen Bundesamt im Vergleich zum Vorjahr um 1,7 Prozent gestiegen ist. Die Zuwächse konzentrieren sich allerdings hauptsächlich auf die Bereiche Hochschulen, Polizei sowie die öffentlichen Kitas.  Und vor Ort entspannt sich die Situation keineswegs. Im Gegenteil, die Lücken werden in Zukunft eher größer. Denn 27 Prozent des Personals wird in den kommenden zehn Jahren in den Ruhestand gehen, wie aus dem DGB Personalreport für den öffentlichen Dienst hervorgeht.

„Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst freuen sich über Applaus und Anerkennung, aber vor allem brauchen sie eine spürbare Entlastung im Arbeitsalltag. Wir brauchen einen stabilen öffentlichen Dienst. Die aktuellen Personalzuwächse sind vor diesem Hintergrund lächerlich klein“, erklärt Hannack.

Hintergrundinfos:

 


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