Deutscher Gewerkschaftsbund

28.07.2011
Altersbezüge auf dem Sinkflug

Altersarmut: Fast die Hälfte geht mit Abschlägen in die Rente

Nur ein Fünftel der Rentner wechselt aus einem sozialversicherten Job in den Ruhestand. Gar ein Drittel aller NeurentnerInnen war bereits zuvor arbeitslos oder frühverrentet. Die Folge: 45 Prozent der Senioren werden die Bezüge gekürzt, die Gefahr von Altersarmut wächst.

DGB-Rentenexperte Ingo Nürnberger:

„Es gehen immer noch 45 Prozent der AltersrentnerInnen mit Abschlägen in Rente, um fast 120 Euro werden die Renten dadurch im Durchschnitt gekürzt. Die Übergänge von Arbeit in die Rente klappen in der Mehrzahl immer noch nicht: Nur 21 Prozent der Neurentner des Jahres 2010 waren vor der Rente sozialversicherungspflichtig beschäftigt, auf der anderen Seite waren 32 Prozent vor der Rente arbeitslos oder schon im Vorruhestand.

Die Arbeitslosigkeit Älterer ist gegen den Trend sogar gestiegen. Wir sind also noch weit von einer gleichberechtigten Teilhabe älterer Menschen am Arbeitsleben entfernt. Die Rente mit 67 erhöht die Gefahr von Altersarmut weiter, weil es viele nicht so lange schaffen werden. Schon jetzt sind die Altersrenten im Sinkflug: Sie betrugen 2010 durchschnittlich nur noch 673 Euro, das sind 14 Euro weniger als vor zehn Jahren.“



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06.05.2008
Dossier Rente und Alterssicherung
Rainer Sturm/pixelio.de
Die Rentenreformen der Jahre 2001 und 2004 bedeuteten einen tiefen Einschnitt in die gesetzliche Rentenversicherung. Mit harten Folgen für die Versicherten: Bis zum Jahr 2030 werden die Renten um circa ein Fünftel sinken. 2007 setzte der Gesetzgeber nochmals die Schere an. In den kommenden Jahren wird das gesetzliche Rentenalter schrittweise auf 67 Jahre erhöht. Viele Versicherte erhalten dadurch noch niedrigere Renten.
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